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BIOTOPVERBUND GÜNZTAL

WICHTIGE SCHLÜSSELSTRUKTUREN FÜR INSEKTEN

In unseren Mikrohabitaten (wörtlich übersetzt Klein-Lebensräume) kombinieren wir die fünf wichtigen Lebensraumstrukturen für Insekten. Sie sind so konzipiert, dass sie auf maximal kleiner Fläche maximal großen Gewinn an Insektenlebensräumen schaffen. Gerade für Arten, die verschiedene Teillebensräume in direkter Nachbarschaft brauchen, wie z.B. einen Nistplatz und eine Nahrungsquelle, ist das eine Wohltat.
Die Größe eines Mikrohabitates liegt etwa bei 1.000 bis 2.000 m².
Es besteht jeweils aus fünf Schlüsselstrukturen:

NISTHÜGEL

Einige Insektenarten legen ihre Nester im Boden bzw. unter der Erde an. Solche Nistplätze sind vor allem besonnte, offene Bodenstellen. Unsere Nisthügel aus Lehm und Sand sollen Arten wie Wildbienen, Grabwespen, Käfern und weiteren Insekten eine warme Kinderstube sein.

BLUMENWIESE

Ein sehr wichtiger Lebensraum und natürlich Nahrungsquelle für Blütenbesucher wie Schmetterlinge, Wildbienen oder Schwebfliegen. Wichtig ist hier ein möglichst vielfältiges Angebot heimischer Wildblumen, auf die viele Insekten spezialisiert sind.

FEUCHTMULDE

Hier finden Insekten, die es etwas nasser mögen, Lebensraum. Sie sind auf die feuchteliebenden Pflanzen, die hier wachsen angewiesen. Denn ohne Mädesüß können Schmetterlinge wie der Mädesüß-Perlmuttfalter leider auch nicht existieren.

TOTHOLZ

Totes Holz strotzt nur so vor Leben. Käferarten wie der selten gewordene Hirschkäfer leben als Larven in und von totem Holz. Besonders in besonntem Totholz werden ihre Fraßgänge dann von anderen Insekten besiedelt, wie manchen Wildbienen, Faltenwespen oder Ohrwürmern.

BRACHE

Alte Blumenwiesen sind Rückzugsort, Nahrung und Kinderstube. Viele Heuschrecken ernähren sich von Gräsern und finden hier Schutz. Frische oder alte Pflanzenstängel sind für Zikaden, Käfer oder Wildbienen Kinderstube aber auch Überwinterungsplatz.

VON XL-XS
ETWAS KANN JEDE*R TUN

Es muss nicht immer ein komplettes Mikrohabitat sein. Zu Hause können auch sehr gut einzelne Elemente umgesetzt werden, wie z.B. eine Totholzecke im Garten oder ein Blumenkasten mit einer heimischen Wildblumenmischung.

Tipps für Balkon und Garten finden Sie hier.

KONTAKT

MIKROHABITAT & CO

Für Fragen oder eine Beratung zum Thema Mikrohabitate wenden Sie sich bitte an:
Sebastian Hopfenmüller
Projektmanager Naturschutz
Telefon: 08332 / 790 537
E-Mail:  sebastian.hopfenmueller@guenztal.de